đȘ Hump of the week: Alles nichts, oder?!? đ€
Autor: Carsten Vennemann, CFA, GeschĂ€ftsfĂŒhrer alpha beta asset management gmbh
- Die gute Nachricht vorab: Die aktuelle Berichtssaison der Unternehmen, sowohl in Europa als auch in den USA, bringt positive Ăberraschungen; ja, die Erwartungen sind niedrig, aber insgesamt wirken sie als ein stĂŒtzender Faktor am Markt
- Die massive âshort-Positionierungâ in US-Aktien, sowohl bei Institutionellen Anlegern als auch bei Hedge-Fonds sorgt dafĂŒr, dass US-Aktien im Tagesverlauf selbst nach schwĂ€cherer Eröffnung steigen können
- Die Inflation ist zwar immer noch zu hoch, aber sie kommt zurĂŒck; spanische Produzentenpreise sind zuletzt im Monatsabstand sogar gefallen; die MaĂnahmen der Zentralbanken scheinen zu wirken: Banken erhöhen ihre Kreditvergabestandards weiter und die Inflationsprognosen sinken
- Zuletzt sprachen die US-Konjunkturdaten fĂŒr eine milde Rezession
- Der Ifo-Index ist wieder auf den Niveaus von vor der Pandemie; die Bundesbank schÀtzt das 1. Quartal als besser als erwartet ein; der GFK-Konsumindikator ist 7 Mal in Folge gestiegen
- Also alles gut, oder? Mitnichten, wie bereits mehrfach thematisiert, können die Sommermonate noch âruppigâ werden
- Das US-Bankenproblem ist weiter ungelöst; die First Republic Bank berichtet massive EinlagenabflĂŒsse und ist ohne externe Hilfe kaum ĂŒberlebensfĂ€hig; dazu empfehle ich Ihnen den heutigen Kommentar meines Kollegen Markus van de Weyer –> Klicken Sie hier, um den Kommentar zu lesen
- In Europa ist eine einheitliche Reaktion auf den âInflation Reduction Actâ der USA bisher ausgeblieben; stattdessen macht Deutschland eine Energiepolitik, die dazu fĂŒhrt, dass Viessmann sein WĂ€rmepumpengeschĂ€ft an einen US-Rivalen verkauftđ€
- In den USA lagen die 30-jĂ€hrigen Hypothekenzinsen vor 3 Jahren bei rund 3%; heute betragen sie mehr als das Doppelte; gleichzeitig sind die Hauspreise im Schnitt um 50% gestiegenâŠwie sich das auf die AnnuitĂ€ten der KĂ€ufer auswirkt, kann sich jeder vorstellen đđ Fazit 1:  Es gibt Hoffnungsschimmer (siehe oben), die einen Börsencrash aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich machen; doch: auszuschlieĂen ist er nicht; wir empfehlen, solche Risiken und den möglichen Schutz davor mit Ihrem Vermögensverwalter zu thematisieren
đ Fazit 2: Wir befinden uns in der letzten Phase des Kapitalmarktzyklus; dabei ist es wichtig, sowohl kurzfristige Risiken als auch langfristige Chancen im Blick zu haben
đ Fazit 3: Europa ist nicht der einzige Risikofaktor; das US-(Banken)problem und die dort fallende Geldmenge sowie die Frage, wie sich China nach dem fĂŒr Q3 erwarteten Konjunkturtop (Corona-Erholung) entwickeln wird, beunruhigt den Markt
đ Fazit 4: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste; sprechen Sie mit Ihrem Vermögensverwalter, diversifizieren Sie, halten Sie Kasse, um bei Korrekturen handlungsfĂ€hig zu sein
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