Krypto-Wochenbericht | Marktanalyse vom 14.02.2026
Krypto Wochenanalyse: Bitcoin, Ethereum und Markttrends
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Werfen wir in der Marktanalyse zuerst einen Blick auf die Zu- und Abflüsse dieser Handelswoche in den Bitcoin und Ethereum ETF:
Die Bitcoin ETF erlebten in dieser Woche einen abwartenden Handel, ohne große Trends und Orientierung. Nach einem positiven Start in die Woche mit Zuflüssen in den ETF am Montag und Dienstag folgten zwei Tage mit Abflüssen, am Freitag verbuchten die ETF wieder Käufe. In Summe flossen insgesamt 360 Mio. USD aus den ETF, nach 318 Mio. USD Abfluss in der Vorwoche.
Das gleiche Muster sehen wir bei den Ethereum ETF, mit Ablüssen allein am Mittwoch und Donnerstag. In der Summe ergibt sich ein Abfluss von 161 Mio. USD, nach einem Abfluss von 170 Mio. USD in der Vorwoche.
Die neuen Solana ETF konnten sich dem Trend entgegenstellen, und mussten keinen einzigen Tag mit Abflüssen verzeichnen. In Summe ergibt sich ein Zufluss von circa 12 Mio USD. Die Zuflüsse seit dem Handelsstart summieren sich mittlerweile auf mehr als 870 Mio. USD – die sich mit gewisser Wahrscheinlichkeit zum Teil auch aus Verkäufen aus Bitcoin oder Ethereum ETF speisen.
Wie bewegte sich der Kryptomarkt in den letzten Handelstagen?
Unterseite getestet – Inflationsdaten bringen zum Wochenschluss Erleichterung
Die vergangene Handelswoche war für die großen Kryptowerte von kurzfristig höherer Volatilität geprägt, wenngleich sich die Kurse im Wochenvergleich kaum bewegt haben. Nachdem sich der Markt in den Wochen zuvor in einer fragilen Konsolidierung befunden hatte, rückte in dieser Woche erneut die Unterseite der Handelsspanne in den Fokus. Insbesondere Bitcoin geriet zeitweise deutlich unter Druck und näherte sich erneut fast den Unterstützungszonen, die bereits letzte Woche verteidigt worden waren.
Bitcoin: Druck auf die Unterstützung – Stabilisierung zum Wochenschluss
Bitcoin zeigte über weite Strecken der Woche eine schwächere Tendenz. Mehrere belastende Faktoren – geopolitische Spannungen, politische Unsicherheiten in den USA sowie die Erwartung neuer Inflationsdaten – führten dazu, dass Marktteilnehmer Risiko reduzierten. Die Unterseite der etablierten Range wurde getestet, und die Stimmung kippte zeitweise deutlich ins Defensive.
Entscheidend ist jedoch, dass es nicht zu einem nachhaltigen Bruch der Unterstützungszone kam. Trotz erhöhter Nervosität blieb die Marktstruktur intakt. Verkäufe trafen auf Käuferinteresse, und es bildete sich erneut eine Zone, in der Angebot und Nachfrage ein Gleichgewicht fanden.
Am gestrigen Freitag sorgten die veröffentlichten Inflationsdaten aus den USA für eine spürbare Stimmungsaufhellung. Die Zahlen signalisierten eine weitere Abschwächung des Preisauftriebs, was die Sorge vor einer restriktiveren Geldpolitik verringerte. In der Folge konnte sich Bitcoin im späten Handel wieder erholen und bewegte sich zurück in Richtung der Marke um 70.000 US-Dollar. Diese Reaktion unterstreicht, wie sensibel der Markt aktuell auf makroökonomische Impulse reagiert.
Ethereum: Bestätigung der Schwäche – aber keine strukturelle Beschädigung
Ethereum folgte der Entwicklung von Bitcoin weitgehend im Gleichschritt. Auch hier dominierten in der ersten Wochenhälfte Verkäufe, die das Asset an die unteren Begrenzungen der jüngsten Handelsspanne führten. Die Korrelation zwischen beiden Werten bleibt hoch, insbesondere in Phasen makrogetriebener Risikoaversion.
Gleichzeitig zeigte Ethereum – ähnlich wie Bitcoin – keine Anzeichen einer strukturellen Erosion. Die Tiefs wurden getestet, aber nicht signifikant unterschritten. Das spricht dafür, dass der Markt zwar vorsichtig agiert, jedoch nicht in eine Phase panikartiger Liquidationen übergegangen ist.
Meta-Ebene: Volatilität als Ausdruck politischer Unsicherheit
Die Kursbewegungen dieser Woche sind weniger als Reaktion auf kryptospezifische Nachrichten zu verstehen, sondern vielmehr als Ausdruck eines breiteren makroökonomischen Umfelds. Inflationsdaten, Spekulationen über die künftige Führung der US-Notenbank sowie geopolitische Spannungen haben das Risikosentiment beeinflusst. Kryptowährungen reagieren in solchen Phasen besonders sensibel, da sie weiterhin als Teil des globalen Risikoassetspektrums gehandelt werden.
Die gute Nachricht: Trotz der leicht negativen Wochenperformance bleibt das übergeordnete Bild eines Marktes, der Unterstützungen verteidigt und sich an fundamentalen Daten orientiert. Die Erholung zum Wochenschluss zeigt, dass Käufer bereit sind, auf tieferen Niveaus Positionen aufzubauen – insbesondere wenn makroökonomische Signale Entspannung versprechen.
Einordnung
Die Woche war zweifellos von Schwäche geprägt, doch sie hat die Struktur nicht gebrochen. Der Markt hat die Unterseite getestet und bislang gehalten. Sollte sich das makroökonomische Umfeld weiter stabilisieren, könnte dies die Grundlage für eine erneute Stabilisierung bilden. Kurzfristig bleibt das Umfeld volatil, mittel- bis langfristig ist jedoch erkennbar, dass die Marktmechanik funktional bleibt.
Der Blick auf die Makrodaten, Politik und Unternehmen
Makro- und politische Einordnung – USA im Zentrum, Geopolitik als Volatilitätstreiber
Die abgelaufene Woche war makroökonomisch weniger von überraschenden Wachstumsimpulsen geprägt als von einer Verdichtung politischer und geopolitischer Faktoren, die unmittelbar auf das globale Risikosentiment wirkten. Besonders in den USA überlagerten sich innenpolitische Debatten, geldpolitische Spekulationen und außenpolitische Spannungen in einer Weise, die auch die Kapitalmärkte spürbar beeinflusste.
USA: Trump dominiert die Agenda – Wirtschaftspolitik im Spannungsfeld
In den Vereinigten Staaten stand erneut Donald Trump im Mittelpunkt der wirtschaftspolitischen Diskussion. Die Kombination aus handelspolitischen Drohkulissen, geopolitischer Rhetorik und der offenen Frage nach der künftigen Ausrichtung der Federal Reserve sorgte weiterhin für ein Umfeld erhöhter Unsicherheit.
Besonders aufmerksam verfolgt wurden in dieser Woche die wiederholten Diskussionen um mögliche handelspolitische Maßnahmen sowie die strategische Ausrichtung der USA in Bezug auf internationale Partner. Der politische Ton bleibt konfrontativ, auch wenn parallel diplomatische Gespräche geführt werden. Für die Märkte ist dabei weniger entscheidend, ob einzelne Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, sondern wie glaubwürdig die Drohkulisse wahrgenommen wird – und welche wirtschaftlichen Konsequenzen daraus abgeleitet werden.
Einige Themen wie die wiederholte Androhung von Zöllen oder das Damoklesschwert eines Government Shutdowns scheinen sich mittlerweile im Markt „abzunutzen“, zumindest solange, wie diese nicht realisiert werden, und ihre negative Kraft auf Wirtschaft und Finanzen entfalten.
Inflationsdaten und Arbeitsmarkt: Stabilisierung ohne Entwarnung
Am heutigen Tag wurden neue US-Inflationsdaten veröffentlicht. Sie bestätigten, dass sich die Teuerung gegenüber den Hochständen der vergangenen Jahre deutlich abgeschwächt hat. Gleichzeitig bleibt sie oberhalb des langfristigen Zielwerts von 2 %. Das bedeutet: Der disinflationäre Trend setzt sich fort, doch eine vollständige Entwarnung gibt es nicht.
Auch die in dieser Woche veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zeichneten ein gemischtes Bild. Die Beschäftigung wächst weiterhin, wenn auch langsamer als im Vorjahr. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bleibt historisch niedrig, was auf einen robusten Arbeitsmarkt hindeutet. Insgesamt ergibt sich ein Bild moderater Stabilität: keine Überhitzung, aber auch keine Rezessionssignale.
Für die Geldpolitik heißt das: Die Fed dürfte ihren vorsichtigen Kurs fortsetzen. Zinssenkungen bleiben möglich, werden jedoch stark datenabhängig sein. Die Diskussion um die künftige Fed-Führung verstärkt dabei die Unsicherheit. Märkte versuchen nicht nur, die nächsten Zinsschritte zu antizipieren, sondern auch die strategische Ausrichtung der Notenbank im Jahr 2026.
Geopolitik: Iran-Spannungen und Ukraine-Gespräche
Die geopolitische Lage blieb angespannt. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran hielten an, auch wenn in dieser Woche Gespräche stattfanden, die zumindest temporär deeskalierend wirken könnten. Militärische Präsenz und diplomatische Kontakte existieren derzeit nebeneinander – ein Zeichen dafür, dass beide Seiten Eskalationsrisiken bewusst sind, ohne jedoch ihre Positionen aufzugeben.
Parallel dazu laufen Gespräche im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und Ukraine. Konkrete Fortschritte sind bislang nicht sichtbar, doch allein die Gesprächsbereitschaft wird von den Märkten aufmerksam registriert. Ein glaubwürdiger Verhandlungspfad hätte potenziell erhebliche Auswirkungen auf Energiepreise, Risikoprämien und europäische Fiskalpolitik.
Geopolitische Risiken bleiben damit ein permanenter Hintergrundfaktor – nicht akut eskalierend, aber ausreichend präsent, um die Risikobewertung von Investoren zu beeinflussen.
Europa: Gedämpfte Dynamik, begrenzter Handlungsspielraum
In Europa bleibt die wirtschaftliche Lage verhalten. Die Konjunktur zeigt nur moderate Wachstumsimpulse, während strukturelle Herausforderungen – etwa schwache Investitionstätigkeit und außenwirtschaftliche Abhängigkeiten – fortbestehen. Politisch ist Europa stark von externen Entwicklungen abhängig, insbesondere von US-Entscheidungen im Handels- und Sicherheitsbereich.
Die Europäische Zentralbank dürfte ihren vorsichtigen Kurs beibehalten. Inflationsraten bewegen sich nahe dem Zielbereich, doch die Wachstumsdynamik ist nicht stark genug, um geldpolitische Straffung zu rechtfertigen. Überraschungen sind kurzfristig nicht zu erwarten – das bedeutet Stabilität, aber auch wenig Impuls.
Asien: Japan im Fokus – Wahl sorgt für positive Marktreaktion
In Asien stand vor allem Japan im Mittelpunkt. Nach den Wahlen am vergangenen Wochenende reagierte der japanische Aktienmarkt positiv. Investoren interpretierten das Ergebnis als Signal politischer Kontinuität und wirtschaftlicher Stabilität. In einem Umfeld globaler Unsicherheit wirkt politische Klarheit als stützender Faktor.
Gleichzeitig bleibt Japan geldpolitisch in einer besonderen Situation. Die Bank of Japan hatte zuletzt mit der vorsichtigen Normalisierung ihrer jahrzehntelang ultralockeren Politik begonnen. Die Wahl stabilisiert kurzfristig die Erwartungen, dass dieser Kurs kontrolliert und ohne abrupten Richtungswechsel fortgesetzt werden kann. Ein behutsames Vorgehen wäre insbesondere für die Währungsmärkte und die sogenannten „carry-trades“ wichtig.
China hingegen bleibt wirtschaftlich gedämpft, ohne neue starke Impulse zu liefern. Insgesamt zeigt Asien ein gemischtes Bild, wobei Japan derzeit positiv heraussticht.
Gesamtfazit
Die Woche verdeutlicht, wie stark politische Entscheidungen und geopolitische Spannungen die makroökonomische Wahrnehmung prägen. Die US-Daten liefern Stabilität, doch sie stehen im Schatten politischer Unsicherheiten. Europa bleibt verhalten, Asien differenziert, mit einem positiven Impuls aus Japan.
Für die Märkte bedeutet das ein Umfeld, in dem Politik kurzfristig stärker wirkt als Fundamentaldaten, während die längerfristige Richtung weiterhin von Inflation, Geldpolitik und geopolitischer Stabilität abhängt.
Welche Projekte und Nachrichten stehen gerade im Fokus?
Trotz der großen Marktbewegungen in den letzten Wochen und Monaten, die durch die Geopolitik als auch die Zollverhandlungen ausgelöst wurden, gibt es in jeder Woche zusehends mehr Nachrichten mit großer Tragweite für den Kryptomarkt. Die Adaption der Technologie schreitet weiter voran, regulatorisch mehr und mehr unterstützt, da das Potential auch politisch weiter in den Fokus rückt. „Krypto ist gekommen, um zu bleiben“, und wird Tag für Tag sichtbarer in unserer Welt.
Regulierung, Infrastrukturtests und geopolitische Spannungen prägen den Markt
Die vergangene Woche war weniger von neuen Token-Launches oder technischen Upgrades geprägt als von Entwicklungen, die den institutionellen und regulatorischen Rahmen des Kryptomarktes betreffen. Auffällig ist, dass sich mehrere Ereignisse entlang einer gemeinsamen Linie bewegen: Krypto wird zunehmend als Teil der globalen Finanzarchitektur behandelt – und damit auch als Teil geopolitischer und regulatorischer Machtfragen.
Fünf Themen stechen dabei besonders hervor.
Bank of England wählt Chainlink für Atomic-Settlement-Tests
Eine der strukturell wichtigsten Nachrichten dieser Woche kam aus dem Vereinigten Königreich. Die Bank of England hat im Rahmen ihres sogenannten „RT2 Synchronisation Lab“ unter anderem Chainlink als Partner ausgewählt, um die Machbarkeit sogenannter atomarer Abwicklung („atomic settlement“) zwischen tokenisierten Vermögenswerten und Zentralbankgeld zu testen.
Atomic Settlement bedeutet, dass Vermögenswert und Zahlung zeitgleich abgewickelt werden – ohne Zwischenrisiko, ohne Settlement-Verzögerung und ohne klassisches Gegenparteirisiko. In der traditionellen Finanzwelt erfolgt die Abwicklung häufig mit zeitlichem Versatz (T+1 oder länger). Die Idee, digitale Vermögenswerte und Zentralbankreserven technisch zu synchronisieren, würde einen fundamentalen Wandel in der Marktinfrastruktur darstellen.
Wichtig ist die Einordnung: Es handelt sich um einen Test in kontrollierter Umgebung, nicht um einen produktiven Rollout. Dennoch ist die Signalwirkung erheblich. Dass eine führende Zentralbank aktiv mit Blockchain-Infrastruktur-Anbietern testet, zeigt, dass Tokenisierung nicht mehr als Randexperiment betrachtet wird. Vielmehr wird konkret geprüft, wie sich bestehende Zahlungs- und Abwicklungssysteme mit dezentraler Technologie verbinden lassen.
Für den Kryptomarkt bedeutet das zweierlei:
Erstens wird die Rolle von Infrastruktur-Projekten wie Chainlink weiter institutionell verankert. Zweitens rückt die Frage der Interoperabilität zwischen On-Chain-Assets und traditionellen Clearing-Systemen in den Mittelpunkt. Das ist langfristig relevanter als kurzfristige Kursbewegungen einzelner Token.
BitHumb-Verteilungsfehler: Operatives Risiko im Fokus
Ein deutlich anderes, aber ebenso relevantes Thema lieferte die südkoreanische Börse Bithumb. Im Zuge einer Promotionsaktion kam es zu einem massiven Verteilungsfehler, bei dem versehentlich eine enorme Menge an Bitcoin an Nutzerkonten ausgeschüttet wurde. Weitere Details finden Sie hier.
Zwar gelang es der Plattform, den Großteil der fehlgeleiteten Mittel rasch wieder einzuziehen, doch der Vorfall hatte unmittelbare Auswirkungen auf Marktliquidität und Vertrauen. Innerhalb weniger Stunden kam es zu starken Preisschwankungen auf der Plattform, bevor der Handel stabilisiert wurde.
Der Vorfall zeigt erneut, dass operative Risiken auf Börsenebene ein struktureller Faktor bleiben. Während der Markt zunehmend institutioneller wird, hängen viele Prozesse weiterhin von internen Kontrollen, automatisierten Verteilungssystemen und Compliance-Protokollen ab. Fehler dieser Art sind nicht nur reputationsschädigend, sondern liefern Regulierern Argumente für strengere Auflagen.
Für Anleger ist das ein Reminder: Marktrisiken entstehen nicht nur aus makroökonomischen Faktoren, sondern auch aus technischen und organisatorischen Schwachstellen einzelner Marktteilnehmer.
China verschärft Kryptoregulierung – Offshore-Aktivitäten im Visier
In dieser Woche veröffentlichte die chinesische Regierung neue Leitlinien, die die bestehende Krypto-Restriktion weiter verschärfen. Besonders relevant ist, dass sich die neuen Maßnahmen nicht nur gegen inländische Aktivitäten richten, sondern explizit auch Offshore-Emissionen und Stablecoin-Projekte chinesischer Akteure erfassen.
Damit wird deutlich, dass China nicht nur den heimischen Handel unterbinden will, sondern auch die internationale Ausweichbewegung stärker regulieren möchte. Auch die Tokenisierung realer Vermögenswerte ohne staatliche Genehmigung wird klar untersagt.
Für den globalen Kryptomarkt ist das in zweierlei Hinsicht bedeutsam. Zum einen erhöht es die regulatorische Unsicherheit für Projekte mit China-Bezug. Zum anderen verstärkt es die Fragmentierung des globalen Marktes: Während einige Jurisdiktionen regulatorische Öffnungen prüfen, setzt China weiterhin auf klare Abschottung.
EU plant umfassendes Verbot aller Kryptotransaktionen mit Russland
Parallel dazu berichtete die Financial Times, dass die Europäische Kommission ein weitreichendes Sanktionspaket prüft, das alle Kryptotransaktionen mit russischen Anbietern oder Wallets untersagen könnte.
Der Ansatz geht über gezielte Sanktionen gegen einzelne Entitäten hinaus. Ziel ist es offenbar, digitale Assets grundsätzlich als potenzielles Umgehungsinstrument für Sanktionen zu neutralisieren.
Für den Markt bedeutet das eine weitere Verschärfung der Compliance-Anforderungen. Börsen, Stablecoin-Emittenten und Wallet-Anbieter müssten ihre Überwachungssysteme weiter ausbauen. Gleichzeitig zeigt die Initiative, dass Kryptowährungen inzwischen als relevanter Faktor im geopolitischen Instrumentarium wahrgenommen werden.
Zweites White-House-Meeting zum Clarity Act – Stablecoin-Yield bleibt Streitpunkt
Schließlich fand in dieser Woche ein weiteres Treffen im Weißen Haus statt, um die Blockade beim Digital Asset Market Clarity Act zu lösen. Trotz intensiver Gespräche blieb eine Einigung aus. Der zentrale Streitpunkt bleibt das Thema Stablecoin-Yield – also die Frage, ob Stablecoins verzinslich oder mit Rewards ausgestattet sein dürfen.
Banken warnen vor Einlagenabflüssen und systemischen Risiken, während die Kryptobranche argumentiert, dass Anreizmechanismen integraler Bestandteil funktionierender On-Chain-Märkte sind. Der Konflikt zeigt, wie nah Stablecoins inzwischen am Kern des Finanzsystems operieren.
Die Tatsache, dass das Thema auf höchster politischer Ebene verhandelt wird, unterstreicht seine Bedeutung. Gleichzeitig signalisiert der fehlende Durchbruch, dass regulatorische Klarheit in den USA weiterhin Zeit benötigen dürfte.
Gesamtfazit
Die Woche war geprägt von regulatorischen Spannungen, geopolitischen Maßnahmen und institutionellen Infrastrukturtests. Während Zentralbanken und Börsen die Integration von Blockchain-Technologie prüfen, verschärfen Staaten zugleich ihre Aufsicht über digitale Vermögenswerte.
Für den Kryptomarkt entsteht daraus ein widersprüchliches, aber aufschlussreiches Bild: Institutionelle Integration und regulatorische Restriktion schreiten parallel voran. Genau diese Spannung dürfte das Marktumfeld in den kommenden Monaten prägen.
Podcast mit der „WirtschaftsWoche“
Wir folgten einer Einladung, und in der neuen Folge des WirtschaftsWoche Podcasts „Bitcoin & Beyond“ spricht Host Philipp Frohn mit Markus van de Weyer, Gründer und Geschäftsführer von alpha beta asset management, über ein turbulentes Kryptojahr 2025 und die Frage, ob 2026 für Bitcoin und andere digitale Assets wieder besser werden könnte.
Im Fokus der Folge:
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welche Trends den Kryptomarkt 2025 wirklich geprägt haben,
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warum es sich trotz aller Schlagzeilen längst nicht mehr nach Bullenmarkt anfühlt,
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und warum es in 2026 für Bitcoin und Co. wieder besser werden könnte.
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Den aktuellen Podcast finden Sie hier.
Schönen Gruß aus Frankfurt – und ein entspanntes Wochenende! ☀️
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Markus van de Weyer
Gründer und Geschäftsführer
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