đȘ Hump of the week: Eine kleine BĂ€renmarktrallye macht noch keinen Sommer …
Autor: Carsten Vennemann, CFA, Geschäftsführer alpha beta asset management gmbh
- Der DAX hat seit Monatsbeginn rund 5% zugelegt; was ist passiert?
- Der Markt war so pessimistisch gestimmt, dass eine Gegenbewegung wahrscheinlich war; Investorenumfragen wie die von Sentix oder Bank of America zeigte teilweise Allzeittiefs bei der Investorenstimmung; US-Fondsmanager mit der höchsten Kassehaltung sind 2001
- Wir registrieren die ersten FOMC-Mitglieder der US-amerikanischen Notenbank, die konjunkturelle Befürchtungen mit der Aussicht auf geringere Zinserhöhungen oder gar Zinspausen verbinden, z.B. Lael Brainard und Esther George
- Die US-Einzelhandelsumsätze zeigen bisher eine bemerkenswerte Resilienz gegenüber den bereits erfolgten Zinserhöhungen
- Der deutsche ZEW-Indikator scheint sich um die Tiefs von 2020 zu stabilisieren
- Aber:
- Bis 3.800 ist der S&P 500 Index noch in einer technischen „Range“; erst darüber könnte es spannend werden; trotz negativer Stimmung hat es noch keinen finalen „wash-out“-Tag mit Kursverlusten um 5% gegeben
- Die Mehrheit der FOMC-Mitglieder scheint weitere Zinserhöhungen Richtung 4,75% oder gar 5% zu wollen; das letzte Notenbank-Protokoll stützt diese Einschätzung
- US-Finanzministerin Yellen sorgt sich um die Liquidität im liquidesten Wertpapiermarkt der Welt, dem US-Staatsanleihenmarkt
- US-Giganten wie Apple, Intel oder Microsoft bauen bereits Personal ab und reduzieren ihre Umsatzpläne
- Der US-NAHB-„Homebuilder-Index“ halbiert sich in diesem Jahr; die Probleme im US-Immobilienmarkt nehmen zu
- Die US-Ölreserven waren Mitte Oktober das letzte Mal in 1951 so niedrig wie aktuell
- Europas Probleme werden nicht kleiner, nur weil Deutschland 3 Atomkraftwerke für ein paar Monate länger laufen lässt
- Italien hat eine Regierungskrise – bevor die Regierung überhaupt steht
- Chaos in der britischen Regierung: Weitere Infos würden den Rahmen dieses Kommentars sprengen
- Frankreichs Streikwelle bedroht den Energieplan von Präsident Macron
- Die Währungsmärkte sind außer Rand und Band; insbesondere die asiatischen Währungen sind unter starkem Abwertungsdruck
👉 Fazit 1: Wir fürchten, dass die aktuelle Aktienmarkterholung in erster Linie technischen Charakters ist
👉 Fazit 2: Europas Probleme nehmen zu; die Energiepreisentwicklung führt zu massiven Standortnachteilen im internationalen Wettbewerb
👉 Fazit 3: Wir fürchten nicht nur weitere Zinserhöhungen, in den USA und der Eurozone, sondern erwarten auch, dass die Zinsen eine ganze Weile hoch bleiben werden; aktuell werden die ersten Zinssenkungen in den USA in Q4 2023 erwartet; möglicherweise ist das zu optimistisch
👉 Fazit 4: Die Kombination von hoher Inflation, einem weniger klaren US-Arbeitsmarktausblick, einem schwächeren Immobilienmarkt und einem fallenden Aktienmarkt wird den US-Konsum belasten… früher oder später
👉 Fazit 5: Die aktuelle Berichtssaison der Unternehmen und insbesondere der Ausblick wird entscheidend sein; die ersten, guten Ergebnisse müssen nicht anhalten

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