đȘ Hump of the week: AufwĂ€rts, abwĂ€rts oder seitwĂ€rts?đ€
Autor: Carsten Vennemann, CFA, Geschäftsführer alpha beta asset management gmbh
- Das Aktienjahr brachte bisher einige Überraschungen: Der DAX liegt 15% im Plus, der US-Tech-Index Nasdaq 100 ca. 4% im Minus; Hongkonger Tech-Aktien liegen 21% im Plus, der MSCI India 6% im Minus …
- Im Rahmen des Risikomanagements geht es oft um die Frage, ob Märkte aktuell seitwärts tendieren oder sich in einem Trend befinden, den es zu nutzen gilt
- In 2023/24 zeigten viele Aktienmärkte einen ausgeprägten Trend nach oben; in 2025 ist es (bisher) anders 🤔
- In den USA stellt Fed-Chef Powell den Gegenpol zu Trump dar: Er hat nicht zuletzt aufgrund von Inflationsrisiken eine Zinssenkungspause verkündet und gleichzeitig die Märkte beruhigt
- In der EU geht es konjunkturell aufwärts: Der Sentix-Index März (Eurozone) stieg auf den höchsten Stand seit Juni 2024; der IFO-Index stieg gestern auf 86,7
- Die USA versuchen seit Jahrzehnten, mit einem Mix aus Geld- und Fiskalpolitik, die Konjunktur und insbesondere den Konsum zu fördern; in der EU wurde vorrangig die Geldpolitik instrumentalisiert; Zukunftsinvestitionen und die Chance, durch eine proaktive Steuerpolitik, die Konjunktur zu beleben, blieben ungenutzt
- Die Börsenlage ist aktuell kompliziert: Nur auf die US-Tech-Konzerne zu setzen, ist keine sinnvolle Strategie; andererseits verdienen diese weiter gutes Geld und haben starke Marktpositionen; trotz hoher Bewertung bleiben sie, nach Korrekturen, interessant
- Wichtiger ist nun die globale Diversifikation: Europa steht vor der größten Chance der letzten Jahrzehnte! Asien (China, Indien, etc.) marschiert weiter!
- Die Frage, ob ein Trend vorherrscht, sollte nun nicht bezogen auf den Gesamtmarkt gestellt werden, sondern verstärkt mit Blick auf einzelne Länder, Regionen und Branchen
- Dabei erhalten wir oft die Frage, ob Rüstungsaktien interessant seien: Die Antwort ist: Ja, wirtschaftlich schon, vor allem in Europa; ob ein Investor aus ethischen Gründen investiert sein will, ist jedoch eine individuelle Entscheidung
- Fazit 1: Die weltpolitischen Verwerfungen reflektieren sich in den Kapitalmärkten: Europa erhält die Chance, sich zu emanzipieren
- Fazit 2: Der US-Wohlstand ist in der Vergangenheit nicht nur, aber auch, durch eine expansive Geld- und Fiskalpolitik möglich geworden; nicht zuletzt durch Deutschlands Sparwillen, hat Europa die Karte „Fiskalpolitik“ bisher nur „gebremst“ genutzt; hier liegt die wahre Chance für europäische Aktien
- Fazit 3: Ich wage die Prognose: Die USA befinden sich mit ihrer neuen Handels- und Außenpolitik auf einem Irrweg: Abschottung und „America first“ fördern stattdessen Einigkeit und Eigeninitiative in Europa und anderen Regionen; diese werden künftig stärker wachsen
- Fazit 4: Der technologische Vorsprung von Silicon Valley wird noch viele Jahre Früchte tragen; die Börse antizipiert aber die Zukunft: Reduziert Europa sein Bürokratieproblem und schafft schnellere Entscheidungsstrukturen, sind die Chancen exzellent; Asien wird sowieso den erfolgreichen Weg weitergehen und weiter Tempo aufnehmen 👍
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