Krypto-Wochenbericht | Marktanalyse vom 21.02.2026
Krypto Wochenanalyse: Bitcoin, Ethereum und Markttrends
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Werfen wir in der Marktanalyse zuerst einen Blick auf die Zu- und Abflüsse dieser (durch einen Feiertag verkürzten) Handelswoche in den Bitcoin und Ethereum ETF:
Die Bitcoin ETF erlebten auch in dieser Woche einen abwartenden Handel, ohne große Trends und Orientierung. Abflüsse dominierten, bei insgesamt verhaltenen Volumina. In Summe flossen insgesamt 315 Mio. USD aus den ETF, nach 360 Mio. USD Abfluss in der Vorwoche.
Ein ähnliches Muster sehen wir bei den Ethereum ETF, ein positiver Start in die Woche, gefolgt von Abflüssen. In der Summe ergibt sich ein Abfluss von 123 Mio. USD, nach einem Abfluss von 161 Mio. USD in der Vorwoche.
Die neuen Solana ETF konnten sich dem Trend entgegenstellen, und mussten keinen einzigen Tag mit Abflüssen verzeichnen. In Summe ergibt sich ein Zufluss von circa 13 Mio USD. Die Zuflüsse seit dem Handelsstart summieren sich mittlerweile auf mehr als 880 Mio. USD – die sich mit gewisser Wahrscheinlichkeit zum Teil auch aus Verkäufen aus Bitcoin oder Ethereum ETF speisen.
Wie bewegte sich der Kryptomarkt in den letzten Handelstagen?
In einer Woche ohne klare Trendtreiber setzten sich Bitcoin und Ethereum erneut in einer breiten Konsolidierungsphase fest. Trotz kurzfristiger Schwankungen überwiegt weiter ein Marktumfeld, das von Unsicherheit und fehlenden Impulsen geprägt ist, was zu engen Handelsspannen und reaktiven Bewegungen geführt hat.
Preisverhalten und Range
Gemessen an den Tageskursen bewegten sich die beiden Leitwerte im Hoch vor dem Wochenende um folgende Bereiche:
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Bitcoin wurde zuletzt etwa bei 67.500 – 68.500 USD notiert, nachdem die Marke knapp über 70.000 USD zwischenzeitlich attackiert wurde, aber wieder abgewiesen wurde.
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Ethereum pendelte in der Nähe von 1.900 – 1.960 USD, mit einem technisch wichtigen Support um die 1.900 USD, der mehrmals bestätigt wurde.
Die Bewegungen dieser Woche lassen sich klar als Seitwärtskonsolidierung beschreiben. Bitcoin blieb unter entscheidenden Widerständen, und auch der mehrmalige Versuch von Ethereum, über die Marke von 2.000 USD auszubrechen, scheiterte bisher.
Volatilität und Marktmechanik
Die Konsolidierung verlief nicht ohne Volatilität: Nach einer kurzen Erholung über 70.000 USD Anfang der Woche drehten die Notierungen wieder ab, was die Nervosität der Marktteilnehmer widerspiegelt. Zwar gelang es Bitcoin, sich oberhalb von 66.000 USD zu stabilisieren, doch jede dynamischere Bewegung nach oben oder unten wurde schnell wieder eingefangen.
Diese Preisbewegungen sind typisch für eine Phase, in der entscheidende externe Faktoren – etwa politische Unsicherheiten, makroökonomische Daten und regulatorische Entwicklungen – dominanter wirken als kurzfristige technische Muster. In solchen Phasen tendieren Anleger dazu, eine breite Range zu akzeptieren und zögern mit positionellen Engagements in Erwartung klarer Impulse.
Makro- und Sentiment-Einflüsse
Mehrere externe Faktoren wirkten sich auf die Stimmung im Kryptomarkt aus:
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Makro-Unsicherheit: Anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen den USA und dem Iran sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten, dämpfen die Risikobereitschaft an den globalen Märkten insgesamt, was auch Kryptowährungen belastet. (siehe Makroteil)
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Regulatorische Debatten: Diskussionspunkte um den Clarity Act/Digital Asset Market Clarity Act und damit verbundene politische Unsicherheiten halten institutionelle noch Anleger zurück.
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Kursdaten im Kontext: Das Marktvolumen zeigte tendenziell leichte Schwäche, die Umsätze erfolgen sprunghaft, und größere Preisbewegungen wurden meist durch technische Faktoren oder kurzfristige Gewinnmitnahmen ausgelöst, nicht durch klare fundamentale Nachrichten.
On-Chain-Signale und Derivate
Aus dem Derivatebereich kam ein zusätzlicher Faktor: Zum Ende der Woche stehen erneut Optionen mit erheblichem Volumen aus, was kurzfristig zu zusätzlicher Volatilität führt, je nachdem, wie Marktteilnehmer positioniert oder abgesichert sind. Ein großer Anteil der auslaufenden Optionen sitzt bei Strike-Levels nahe der aktuellen Preise, was die Marktbewegungen bei niedrigem Volumen verstärken kann.
Stimmung und technische Einschätzung
Technisch bleibt die Lage unverändert: Bitcoin und Ethereum sind in engeren Preisspannen gefangen, ohne dass ein klarer trendbestimmender Ausbruch stattgefunden hat. Die anhaltende Konsolidierung, begleitet von periodischen Rücksetzern, deutet auf eine Phase abwartender Marktteilnehmer hin, die auf entscheidende, fundamentale Nachrichten wartet, bevor sie größere Engagements eingehen.
Das Risk-Sentiment bleibt mäßig: Markt-Breite und kurzfristige Indizes zeigen keine klaren bullischen Signale, vielmehr reflektieren sie eine Balance zwischen Absicherung und opportunistischen Käufen bei Rücksetzern.
Die Konsolidierung dieser Woche zeigt eine marktbreite Unsicherheit, in der weder Bullen noch Bären klare Kontrolle übernehmen konnten. Ohne einen eindeutigen fundamentalen Impuls – wie ausgehandelte Regulierungsrahmen, klare geldpolitische Entscheidungen oder eine Entspannung geopolitischer Risiken – bleibt der Markt in einer Phase, die von kurzfristig hoher Volatilität geprägt ist, ohne wirklich Boden in die eine oder andere Richtung zu gewinnen.
Kurzfristig gilt: Wenn Bitcoin nachhaltig über 70.000 USD ausbricht, könnte dies die Rangebegrenzung aufheben und zu einem neuen positiven Durchmarsch führen. Auf der Unterseite würde ein Rutsch unter 65.000 USD die Range umkehren und weiter abwärts gerichtete Bewegungen begünstigen. Bei Ethereum dürfte eine klare Überwindung der 2.000 USD-Marke als erstes technisches Signal für potenzielle Stärke gelten.
In einem Umfeld mit niedriger Liquidität vor dem Monatsende und ohne klare externe Katalysatoren dürfte der Kryptomarkt in der kommenden Woche weiterhin in einer engen Range verharren, mit hoher Sensitivität gegenüber makroökonomischen Nachrichten aus den USA und politischen Entwicklungen in Washington.
Der Blick auf die Makrodaten, Politik und Unternehmen
Die politische und wirtschaftliche Dynamik dieser Woche wurde von einer der bedeutendsten Entscheidungen in der jüngeren US-Rechtsgeschichte geprägt. Diese hat weitreichende Konsequenzen für das globale Handelsumfeld, die US-Innenpolitik, die Erwartungshaltung an die Geldpolitik und das internationale wirtschaftliche Vertrauen. Darüber hinaus blieben geopolitische Spannungen im Nahen Osten und die makroökonomischen Daten in den USA sowie aktuelle Entwicklungen in Asien und Europa zentrale Faktoren für das Risiko- und Stimmungsbild der globalen Finanzmärkte.
Supreme Court kippt Trumps globale Zollpolitik – eine historische Niederlage
Am 20. Februar 2026 hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court) in einer 6:3-Mehrheit entschieden, dass die von Präsident Donald Trump im Rahmen seiner zweiten Amtszeit verhängten großflächigen globalen Zölle auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1977 unrechtmäßig sind. Die Mehrheit der Richter unter Führung von Chief Justice John Roberts stellte klar, dass die Verfassung explizit das Zoll- und Steuerrecht dem Kongress zuweist, und dass ein Notstandsgesetz allein keine hinreichende Rechtsgrundlage für so weitreichende Handelsbeschränkungen bieten kann. Weitere Details finden Sie hier.
Die Entscheidung markiert eine deutliche juristische Zurückweisung einer zentralen wirtschaftspolitischen Maßnahme der Trump-Administration und schwächt die Exekutivbefugnis, globale Handelsabgaben ohne ausdrückliche Zustimmung des Kongresses anzuordnen. Dies ist nicht nur eine rechtliche Klatsche für Trump, sondern stellt auch einen präzedenzlosen Machtcheck auf exekutive Wirtschaftspolitik dar, der weit über die aktuelle Zollfrage hinaus Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Präsident und Kongress haben dürfte.
Ökonomen warnen, dass durch die Entscheidung Zolleinnahmen von mehr als 175 Milliarden US-Dollar potenziell zurückerstattet werden müssen, was nicht nur fiskalische Risiken für den US-Haushalt birgt, sondern auch Exporteuren und Importeuren Spielräume und Unsicherheiten eröffnet, die zuvor nicht bestanden.
Trump dürfte jedoch nach Alternativen suchen, um die Zölle weiter erheben zu können – zumindest kurzfristig wird die Unsicherheit hoch bleiben. In einer eilig angesetzten Pressekonferenz am späten Freitag Abend verhängte Trump spontan zusätzliche weltweite Zölle von 10% auf „anderer Rechtsgrundlage“, und bestritt, seine Kompetenzen überschritten zu haben. Dieser Zoll soll ab dem 24. Februar gelten, mit Ausnahmen für bestimmte Güter wie Düngemittel, Energie und wichtigen Rohstoffen.
Marktreaktionen:
Nach der Verkündung des Urteils reagierten globale Aktienindizes mit erhöhter Volatilität, da die klare juristische Zurückweisung einer der Kerninstrumente der aktuellen US-Handelspolitik die Erwartungen an die globale Konjunkturentwicklung sowie an Unternehmen mit starkem Export- und Importbezug neu kalibrierte. Die Entscheidung entlastete zwar teilweise Risikoaktiva kurzfristig, gleichzeitig schuf sie Rechtsunsicherheit über Rückzahlungspflichten, Handelsabkommen und langfristige politische Strategien.
USA: Gemischte Wirtschaftsdaten und Geldmarkt-Implikationen
Die US-Wirtschaft veröffentlichte diese Woche wichtige Indikatoren, die ein differenziertes makroökonomisches Bild zeichnen:
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Philadelphia-Fed-Index für Februar stieg stärker als erwartet und deutete auf robuste Industrieaktivität hin.
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Handelsbilanzdefizit im Dezember vergrößerte sich auf ein Rekordniveau, was einer der Gründe für Trumps aggressive Zollpolitik war – das Handelsbilanzdefizit im Jahre 2025 war trotz des Zoll-Chaos das drittgrößte in der Geschichte der USA.
Diese Daten erzeugten gemischte Marktreaktionen: Positiv überraschte Produktionszahlen standen einem sich ausweitenden Leistungsbilanzdefizit gegenüber, was den Druck auf die US-Handelsposition und damit auf den Dollar verstärkte. Die Kombination aus robusten Daten und geopolitischen Risiken führte zu einer volatilen Einschätzung hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve. Marktteilnehmer behalten eine restriktive Basishaltung der Fed im Blick, sehen aber aufgrund der Unsicherheiten in Inflation und globalen Preisentwicklungen eine gedämpfte Wahrscheinlichkeit für kurzfristige Zinssenkungen 2026.
Geopolitische Fronten: Iran-Spannungen und Ukraine-Russland-Gespräche
Parallel zu den wirtschaftspolitischen Spannungen hat sich die Lage im Nahen Osten weiter zugespitzt. In Reaktion auf regionalpolitische Risiken haben die USA nicht nur Kriegsschiffe, sondern auch verstärkt Luftstreitkräfte in strategisch relevanten Gewässern stationiert. Dieser Schritt wurde als klares Zeichen gegenüber dem Iran interpretiert. Die jüngsten diplomatischen Gespräche zwischen Washington und Teheran blieben ergebnislos, was weiterhin Risiken für Öl- und Rohstoffpreise, Transportkosten und globale Lieferketten impliziert.
Gleichzeitig schreiten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine fort – jedoch ohne konkrete Durchbrüche in dieser Woche. Die Unsicherheit über einen nachhaltigen Waffenstillstand oder politischen Lösungspfad bleibt hoch, was zusätzliche Risikoprämien auf die globalen Märkte legt und politische Risikoaufschläge für Energieimporte in Europa und Asien erzeugt.
Asien: Japans politische Kurs- und Wirtschaftsdaten
In Japan hat jüngst die neue Regierung unter Premierministerin Sanae Takaichi ihre wirtschaftspolitischen Prioritäten verschoben. Vor dem Hintergrund schwacher Wachstumszahlen für 2025 setzt die Regierung auf strukturelle Investitionen in Schlüsselindustrien (z. B. KI, Halbleiter) und wirtschaftspolitische Impulse, um den Wachstumstrend zu stabilisieren. Die jüngsten PMI-Daten zeigten den höchsten Anstieg der Fertigungsaktivität seit mehreren Jahren, was auf eine mögliche Erholung der industriellen Nachfrage hindeutet.
Diese Entwicklungen könnten mittelfristig den asiatischen Wirtschaftsrhythmus stärken und das regionale Wachstum stabilisieren – ein Faktor, der auch für die Risikoallokation internationaler Kapitalströme nicht unbedeutend ist.
Europa: EZB-Führungsperspektiven und Geldpolitik
Auf dem alten Kontinent rückte die Position der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Blickpunkt, nachdem Medienberichte nahelegten, dass Präsidentin Christine Lagarde ihre Amtszeit möglicherweise vorzeitig beenden könnte, was politische Spekulationen über geldpolitische Orientierung und Kontinuität nährte. Offiziell betonte Lagarde jedoch, dass sie die volle Amtszeit mit Fokus auf Preis- und Finanzstabilität erfüllen will, auch wenn politische Unsicherheiten vor allem im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen 2027 bestehen bleiben.
Die EZB hält an ihrer restriktiven geldpolitischen Grundlinie fest, während die Eurozone weiterhin moderate Wachstumsprognosen und Inflationsrisiken im Blick behält. Deutschlands Konjunkturaussichten wurden in dieser Woche von mehreren Instituten nach unten korrigiert, was den Druck auf Europas größte Volkswirtschaft widerspiegelt.
Zusammenfassung – Breiter Kontext und Bedeutung
Die Entscheidung des US Supreme Court, Trumps weitreichende Zollmaßnahmen zu kippen, war das zentrale politische Ereignis der Woche. Dieses Urteil markiert nicht nur einen historischen Rechtscheck exekutiver Macht, sondern beeinflusst unmittelbar das globale politische und wirtschaftliche Gleichgewicht. Es reduziert kurzfristig politische Risiken auf globalen Märkten, erzeugt aber gleichzeitig Rechtsunsicherheit über mögliche Rückerstattungen, neue gesetzliche Rahmen und langfristige Handelsstrategien.
Zusammen mit den makroökonomischen Daten aus den USA, anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und den strukturellen Veränderungen in Asien und Europa ergibt sich ein Bild, in dem politische Entscheidungen und juristische Begrenzungen exekutiver Befugnisse ebenso entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung sind wie fundamentale Konjunkturdaten.
Welche Projekte und Nachrichten stehen gerade im Fokus?
Trotz der großen Marktbewegungen in den letzten Wochen und Monaten, die durch die Geopolitik als auch die Zollverhandlungen ausgelöst wurden, gibt es in jeder Woche zusehends mehr Nachrichten mit großer Tragweite für den Kryptomarkt. Die Adaption der Technologie schreitet weiter voran, regulatorisch mehr und mehr unterstützt, da das Potential auch politisch weiter in den Fokus rückt. „Krypto ist gekommen, um zu bleiben“, und wird Tag für Tag sichtbarer in unserer Welt.
Politik, institutionelle Innovation und regulatorische Weichenstellungen dominieren die Woche
In einer Woche, die auf den ersten Blick von Preisvolatilität und Konsolidierungsbewegungen geprägt war, kristallisierten sich mehrere tiefgreifende strukturelle Entwicklungen heraus. Diese betreffen nicht nur einzelne Projekte, sondern haben das Potenzial, institutionelle Investitionen, regulatorische Rahmenbedingungen und politische Narrativen im Kryptobereich grundlegend zu beeinflussen. Vier dieser Nachrichten spiegeln ein wachsendes Schnittfeld zwischen Politik, Regulierung und institutionellen Finanzprodukten wider; ein fünfter Punkt zeigt, wie sich traditionelle Finanzakteure zunehmend öffentlich zu digitalen Vermögenswerten positionieren.
Politische Zuspitzung am Mar-a-Lago-Forum: Trump Jr. attackiert Banken, positioniert Krypto als Finanzalternative
Beim „World Liberty Forum“, einem hochkarätig besetzten Finanz- und Technologieevent im Mar-a-Lago-Resort, nutzte Donald Trump Jr. die Bühne, um das traditionelle Bankensystem scharf zu kritisieren. In seinen Aussagen bezeichnete er die etablierten Finanzinstitute als ein „Ponzi-Schema“, dessen strukturelle Schwächen die Entscheidung der Trump-Familie beeinflusst hätten, sich intensiver mit Krypto-basierten Lösungen zu beschäftigen.
Trump Jr. betonte, dass traditionelle Banken etablierte Zugänge blockierten und Debanking-Risiken verstärkten, und stellte Krypto-Basistechnologien wie Stablecoins und dezentralisierte Finanzprodukte als potentielle Lösung zur Förderung finanzieller Inklusion dar. Dieser Rhetorik zufolge sei die Krypto-Finanzwelt nicht nur eine Investitionsklasse, sondern eine institutionelle Alternative, die das bestehende System ergänzen oder herausfordern könne.
Die Veranstaltung war prominent besetzt: neben politischen Akteuren nahmen auch Führungskräfte aus der Finanzwelt teil, darunter der CEO von Goldman Sachs, der angab, selbst Bitcoin zu halten und die Bedeutung digitaler Assets für die Zukunft des Finanzsystems zu sehen. Dieser Schulterschluss zwischen politischen Stimmen und traditionellen Finanzinstitutionen verdeutlicht die zunehmende Verwebung von Krypto und Mainstream-Finanzwelt. Weitere Details zu der Veranstaltung finden Sie hier.
Drittes White-House-Treffen zu Krypto-Marktstrukturgesetz (noch) ohne Einigung
In Washington fand am 19. Februar eine weitere Runde hochrangiger Gespräche zwischen Vertretern der US-Regierung, Banken- und Krypto-Industrie statt, mit dem Ziel, Fortschritte beim Digital Asset Market Clarity Act (der Weiterentwicklung des CLARITY Act) zu erzielen.
Kernpunkt der Verhandlungen blieb die Behandlung von Stablecoin-Rewards und Zinsmodellen – ein gravierender Differenzpunkt zwischen traditionellen Banken, die regulatorische Risiken betonen, und Krypto-Plattformen, die operative Modelle mit solchen Anreizstrukturen verteidigen. Laut Berichten steigen die Chancen, dass ein Konsens erzielt wird, doch diese Prognosen psind noch unsicher, da politische Uneinigkeit sichtbar blieb.
Das Ergebnis: kein endgültiger Kompromiss. Laut Branchenberichten endeten die Gespräche ohne konkrete Vereinbarung, was die Fortsetzung des regulatorischen Stillstands bedeutet und deutlich macht, wie tiefgreifend ungelöste Fragen zu Stablecoins, Finanzintermediation und institutionalem Zugang noch sind. Präsident Trump hat den „Lagern“, den Vertretern des Finanzsystems und der Krypto-Industrie, eine Deadline zum 01. März gesetzt, um einen endgültigen Kompromiss zu finden.
Grayscale reicht AAVE-ETF-Antrag bei der SEC ein – DeFi rückt in ETF-Fokus
Ein weiterer Meilenstein in der institutionellen Entwicklung ist der eingereichte Antrag von Grayscale Investments bei der U.S. Securities and Exchange Commission, um den Aave Trust in ein reguliertes Exchange-Traded Fund (ETF)-Produkt umzuwandeln.
Der Spot-AAVE-ETF könnte institutionellen Investoren erstmals einen direkten, regulierten Zugang zu einem führenden DeFi-Token eröffnen. Aave steht als Protokoll für einen der größten Kredit- und Lending-Märkte auf Blockchains, und eine ETF-Struktur würde nicht nur DeFi-Token in den traditionellen Portfolio-Kontext integrieren, sondern auch die Zulassungsgrenzen von ETF-Produkten für digitale Assets erweitern.
Die Einreichung markiert einen bedeutenden Schritt im ETF-Wettlauf, der früher primär auf Bitcoin und Ethereum begrenzt war, und signalisiert das wachsende institutionelle Interesse an DeFi-nativem Exposure über regulierte Vehikel.
Politische Kontroverse um „World Liberty Financial“ belastet regulatorische Debatte
Parallel zu den regulatorischen Gesprächen verstärkt eine politische Kontroverse den Druck auf Gesetzgeber: Berichte über einen rund 500 Mio. USD-Investmentanteil eines Abu-Dhabi-Investors in World Liberty Financial haben in Washington ethische Fragen zur Nähe zwischen öffentlichen Entscheidungsträgern und privaten Krypto-Projekten aufgeworfen.
Demokratische Senatoren und politische Gruppen fordern striktere Ethik- und Interessenkonflikt-Regelungen, da die Verbindungen zwischen politischen Akteuren und Krypto-Initiativen die breite, parteiübergreifende Unterstützung eines regulatorischen Rahmens erschweren könnten. Dieser Diskurs zeigt, wie sehr politische Narrative und geopolitische Beteiligungen regulatorische Fortschritte beeinflussen können und dass die Stabilisierung des Marktes neben technischer Umsetzung zunehmend politische Legitimation benötigt. Die Trump-Familie steht dem Projekt sehr nahe, Präsident Trump streitet jede persönliche Aktivität und Einflussnahme jedoch kategorisch ab.
Neuer ProShares GENIUS Money Market ETF – Brückenschlag zwischen Tradition und Stablecoin-Reservemanagement
Auf der strukturellen Produktseite wurde mit dem Launch des ProShares GENIUS Money Market ETF (Ticker: IQMM) ein weiteres Brückenelement zwischen traditionellem Finanzsystem und Krypto-Stablecoin-Ökosystem eingeführt. Dieser ETF ist nach den Vorgaben des im Sommer 2025 verabschiedeten GENIUS Act strukturiert und zielt darauf ab, regulatorisch konforme Reservevehikel für Stablecoin-Emittenten bereitzustellen – eine Anlageform, die klassische Geldmarktprinzipien mit den Anforderungen des Krypto-Regulierungsrahmens kombiniert.
IQMM investiert ausschließlich in hochliquide US-Staatsanleihen und ähnliche sichere Vermögenswerte und bietet institutionellen wie privaten Investoren eine Möglichkeit, Kapital kurzfristig sicher zu parken – insbesondere relevant für Stablecoin-Treasuries, die gesetzlich vorgeschriebene Reserveanforderungen erfüllen müssen. Der Start dieses Produkts markiert nicht nur eine Erweiterung der ETF-Landschaft, sondern auch einen konkreten regulatorischen Schritt in Richtung eines integrierten Stablecoin-Ökosystems.
Zwischenfazit
Die Woche zeigte, dass der Kryptomarkt längst mehr als reine Preisbewegung ist: Er ist ein politischer, regulatorischer und institutioneller Schauplatz geworden, auf dem traditionelle Finanzakteure, Gesetzgeber und digitale Asset-Dienstleister gleichzeitig um Regulierungsregime, Produkte und politische Narrative ringen.
Während politische Prominenz und institutionelle Produkte neue Perspektiven schaffen, bleibt die regulatorische Klarheit – insbesondere in den USA – ein dominierender Unsicherheitsfaktor. Die Relevanz dieser Nachrichten reicht weit über kurzfristige Kursbewegungen hinaus und prägt die langfristige Integrationsroute digitaler Assets in globale Finanzstrukturen.
Podcast mit der „WirtschaftsWoche“
Wir folgten einer Einladung, und in der neuen Folge des WirtschaftsWoche Podcasts „Bitcoin & Beyond“ spricht Host Philipp Frohn mit Markus van de Weyer, Gründer und Geschäftsführer von alpha beta asset management, über ein turbulentes Kryptojahr 2025 und die Frage, ob 2026 für Bitcoin und andere digitale Assets wieder besser werden könnte.
Im Fokus der Folge:
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welche Trends den Kryptomarkt 2025 wirklich geprägt haben,
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warum es sich trotz aller Schlagzeilen längst nicht mehr nach Bullenmarkt anfühlt,
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und warum es in 2026 für Bitcoin und Co. wieder besser werden könnte.
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Den aktuellen Podcast finden Sie hier.
Schönen Gruß aus Frankfurt – und ein entspanntes Wochenende! ☀️
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Markus van de Weyer
Gründer und Geschäftsführer
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