FO Core plus | Update per 30.09.2026
FO Core plus | Update per 30.09.2026 | Kommentar Portfoliomanagement
Im September 2026 entwickelten sich die internationalen Aktienmärkte überwiegend schwächer. Steigende Energiepreise, anhaltende Inflationsrisiken und eine restriktivere Geldpolitik der großen Notenbanken belasteten das Marktumfeld. Insbesondere europäische Aktien gerieten unter Druck, während sich der US-Technologiesektor dank des anhaltenden Investitionsbooms im Bereich Künstliche Intelligenz vergleichsweise robust zeigte. Der FO Core Plus Fonds konnte sich den Belastungen nicht vollständig entziehen und schloss den Monat mit einem Minus von 0,83% ab.
In den USA gab der S&P 500 um 0,5% nach, während der Nasdaq 100 mit einem Plus von 3,2% erneut deutlich besser abschnitt. Unterstützt wurde die Entwicklung von der weiterhin hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur und positiven Unternehmensnachrichten aus dem Technologiesektor. Dagegen litten zinssensitive Branchen wie Immobilien, Versorger und zyklische Konsumwerte unter steigenden Finanzierungskosten. Die US-Notenbank Fed erhöhte angesichts hartnäckiger Inflationsrisiken ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00%, signalisierte jedoch hinsichtlich weiterer Zinsschritte eine zunehmend datenabhängige Vorgehensweise.
In Europa überwogen die Belastungsfaktoren. Der STOXX Europe 600 verlor 2,5%, der DAX gab um 4,0% nach und der MDAX sank sogar um 5,8%. Neben höheren Energiepreisen und einer weiterhin schwachen Wachstumsdynamik belastete insbesondere die erneute Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um 25 Basispunkte. Auch politische und fiskalische Unsicherheiten, insbesondere in Frankreich, sorgten für Zurückhaltung. Während Energie- und Technologiewerte vergleichsweise stabil blieben, standen vor allem Automobilunternehmen und Immobilienwerte unter erheblichem Druck.
In Japan zeigte sich der Aktienmarkt trotz der internationalen Belastungen widerstandsfähig. Der Nikkei 225 gewann 0,7% und setzte damit seine positive Entwicklung in abgeschwächter Form fort. Die Bank of Japan erhöhte ihren Leitzins ebenfalls um 25 Basispunkte auf 1,25%, um dem anhaltenden Inflationsdruck entgegenzuwirken. Gleichzeitig stützten die robuste Nachfrage nach Technologieprodukten und die Investitionen in KI-Infrastruktur die japanischen Aktienmärkte.
An den Rentenmärkten setzte sich der Renditeanstieg deutlich fort. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erhöhte sich auf knapp 5,3%, während zehnjährige Bundesanleihen bei 3,58% schlossen. Steigende Inflations- und Zinserwartungen führten zu spürbaren Kursverlusten bei Staats- und Unternehmensanleihen. Auch der Goldpreis geriet unter Druck und verlor angesichts höherer US-Renditen und eines stärkeren US-Dollars deutlich an Wert.
Vor dem Hintergrund einer weiterhin robusten Weltwirtschaft und solider Unternehmensgewinne bleibt das fundamentale Umfeld für Aktien grundsätzlich konstruktiv. Gleichzeitig erhöhen steigende Finanzierungskosten, geopolitische Unsicherheiten und die restriktivere Geldpolitik der Notenbanken die Schwankungsanfälligkeit der Märkte. Insbesondere die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz bleiben ein wichtiger Wachstumstreiber, während eine stärkere Differenzierung zwischen einzelnen Unternehmen und Sektoren zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der FO Core Plus Fonds setzt daher weiterhin auf breite Diversifikation und eine aktive Risikosteuerung, um Abhängigkeiten von einzelnen Marktsegmenten zu begrenzen und langfristig attraktive risikoadjustierte Erträge zu erzielen.
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