Krypto-Wochenbericht | Marktanalyse vom 14.03.2026

KRYPTO – Meine Sicht (Autor: Markus van de Weyer, Gründer und Geschäftsführer alpha beta asset management gmbh)

Krypto Wochenanalyse: Bitcoin, Ethereum und Markttrends

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Werfen wir in der Marktanalyse zuerst einen Blick auf die Zu- und Abflüsse dieser Handelswoche in den Bitcoin und Ethereum ETF:

Die Bitcoin ETF erlebten auch in dieser Woche einen freundlichen Handel, mit Kaufinteresse trotz aller Spannungen und Turbulenzen. Die Zuflüsse waren stabil, bei insgesamt ordentlichen Volumina. Trotz großer Nervosität zum Beginn der Woche an den globalen Finanzmärkten erfolgten ausschließlich Tage mit positiven Zuflüssen. In Summe flossen insgesamt 763 Mio. USD in die ETF, nach 568 Mio. USD Zufluss in der Vorwoche.

Ein ähnliches Muster sehen wir bei den Ethereum ETF, aber wie in den Vorwochen mit eher verhaltenen Ausschlägen. In der Summe ergibt sich ein Zufluss von 160,9 Mio. USD, nach einem Zufluss von 23,5 Mio. USD in der Vorwoche.

Die neuen Solana ETF verbuchten eine abermals gute Woche, und verzeichneten im Handel das gleiche Muster wie die Ethereum ETF. In Summe ergibt sich ein Zufluss von circa 10,5 Mio USD. Die Zuflüsse seit dem Handelsstart summieren sich mittlerweile auf mehr als 960 Mio. USD – die sich mit gewisser Wahrscheinlichkeit zum Teil auch aus Verkäufen aus Bitcoin oder Ethereum ETF speisen.

Wie bewegte sich der Kryptomarkt in den letzten Handelstagen?

Konsolidierung trotz geopolitischer Schocks – Kryptomarkt zeigt relative Stabilität

Die vergangenen Handelstage waren von ungewöhnlich starken geopolitischen und makroökonomischen Impulsen geprägt. Der Konflikt im Nahen Osten, die sprunghaft gestiegenen Energiepreise sowie die spürbaren Rückgänge an den globalen Aktienmärkten hätten theoretisch eine deutlich stärkere Reaktion im Kryptomarkt auslösen können. Tatsächlich zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Bitcoin und Ethereum bewegten sich über weite Strecken der Woche in einer vergleichsweise engen Handelsspanne und hielten sich bemerkenswert stabil, insbesondere im Vergleich zu anderen Risiko-Assets.

Während Aktienindizes weltweit unter Druck standen und selbst traditionelle „sichere Häfen“ wie Gold oder Silber teilweise außergewöhnlich starke Schwankungen verzeichneten, blieb die Bewegung im Kryptomarkt moderater. Das deutet darauf hin, dass ein Teil der Marktteilnehmer digitale Assets inzwischen weniger als spekulative Randanlage und stärker als eigenständige Anlageklasse mit eigenen Liquiditätsströmen betrachtet.

Bitcoin: Test der Unterseite, aber rasche Stabilisierung

Bitcoin zeigte in dieser Woche mehrere ausgeprägte Bewegungen innerhalb einer relativ klar definierten Range. Nachdem der Markt zunächst schwächer in die Woche gestartet war, setzte zur Wochenmitte eine deutliche Erholung ein, die BTC wieder in den Bereich um 70.000 US-Dollar führte, gefolgt von einem freundlichen Wochenschluss mit Kursen von fast 74.000 USD. Diese Bewegung spiegelte zunächst eine gewisse Risikoaufnahme wider, nachdem einige Marktteilnehmer davon ausgingen, dass die geopolitischen Spannungen begrenzt bleiben könnten.

Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten keimte immer wieder auf, und wurde im Verlauf der Woche immer wieder relativiert. Die Nachrichtenlage rund um den Iran-Konflikt blieb angespannt, und insbesondere die fehlenden Fortschritte bei diplomatischen Gesprächen führten zu einer erneuten Ernüchterung an den Märkten.

Entscheidend ist jedoch, dass die Unterstützungszonen wiederholt gehalten haben. Selbst in Phasen erhöhter Volatilität blieb der Markt deutlich oberhalb der kritischen Bereiche, die während früherer geopolitischer Schocks getestet worden waren. Die Rallye zum Ende der Woche zeigt, dass Käufer weiterhin bereit sind, in Rücksetzer zu investieren, um auf niedrigeren Niveaus Material zu sammeln.

Ethereum: Hohe Korrelation zu Bitcoin, aber geringere Dynamik

Ethereum folgte der Entwicklung von Bitcoin weitgehend im Gleichschritt, allerdings mit etwas geringerer Dynamik. Während BTC kurzfristig stärker auf geopolitische Nachrichten reagierte, blieb ETH überwiegend in einer engeren Range um die Marke von 2.000 US-Dollar.

Auch hier zeigt sich ein ähnliches Muster: kurzfristige Ausschläge nach oben und unten, aber keine nachhaltige Trendbewegung. Das unterstreicht die aktuelle Phase des Marktes, in der sich viele Investoren offenbar noch nicht zu klaren Positionierungen entschließen.

Ethereum profitierte zudem teilweise von der Erwartung, dass sich institutionelle Nachfrage langfristig stabilisieren könnte, insbesondere durch neue Finanzprodukte und Infrastrukturinitiativen im Ökosystem. Kurzfristig dominieren jedoch weiterhin externe Faktoren wie geopolitische Entwicklungen und makroökonomische Erwartungen.

Relative Stärke gegenüber traditionellen Märkten

Ein besonders bemerkenswerter Aspekt dieser Woche ist die relative Widerstandsfähigkeit des Kryptomarktes im Vergleich zu traditionellen Märkten. Während Aktienindizes weltweit deutlich unter Druck standen und Energiepreise gleichzeitig stark anzogen, blieb der Rückgang bei Bitcoin und Ethereum moderat.

Analysten sehen darin mehrere mögliche Gründe. Erstens reagieren Kryptowährungen aufgrund ihres 24-Stunden-Handels oft schneller auf geopolitische Ereignisse, wodurch erste Schockbewegungen früher verarbeitet werden können als an traditionellen Börsen. Zweitens existieren inzwischen stabile Kapitalströme aus institutionellen und strukturellen Investoren, die kurzfristige Panikbewegungen teilweise abfedern.

Darüber hinaus scheint ein Teil der Marktteilnehmer Bitcoin zunehmend als Absicherungsinstrument gegen geopolitische Risiken zu betrachten – eine Rolle, die früher fast ausschließlich Gold zugeschrieben wurde. Auch wenn diese Interpretation umstritten bleibt, zeigt die vergangene Woche, dass Bitcoin zumindest zeitweise eine ähnliche Funktion erfüllen kann.

Ausblick

Kurzfristig bleibt das Marktumfeld fragil. Die geopolitische Lage im Nahen Osten, mögliche handelspolitische Maßnahmen der US-Regierung sowie die Entwicklung der Energiepreise könnten weiterhin erhebliche Schwankungen auslösen.

Gleichzeitig zeigt die Konsolidierung der vergangenen Tage, dass sich der Kryptomarkt trotz intensiver externer Einflüsse in einer relativ stabilen Struktur befindet. Solange zentrale Unterstützungszonen halten, bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich Bitcoin und Ethereum weiterhin innerhalb einer breiten Range bewegen – bis ein klarer makroökonomischer oder regulatorischer Impuls eine neue Richtung vorgibt.

Der Blick auf die Makrodaten, Politik und Unternehmen 

Nahostkonflikt, Ölpreisschock und handelspolitische Unsicherheit prägen das globale Umfeld

Die vergangene Woche wurde von einer ungewöhnlichen Kombination aus geopolitischen Spannungen, energiepolitischen Verwerfungen und wirtschaftspolitischen Entscheidungen geprägt. Während Konjunkturdaten aus den großen Wirtschaftsräumen ein vergleichsweise stabiles Bild zeichneten, standen politische Entwicklungen – insbesondere im Nahen Osten und in Washington – im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Für die Finanzmärkte war dabei vor allem der starke Anstieg der Ölpreise entscheidend, der in mehreren Handelsphasen deutlich über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel hinausschoss und damit neue Inflations- und Rezessionssorgen auslöste.

Eskalation im Nahen Osten und Gespräche zwischen den USA und Iran

Die Schlagzeilen wurden weiterhin vom Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran dominiert. Nach mehreren militärischen Aktionen gegen iranische Einrichtungen reagierte Teheran mit Angriffen auf Energieinfrastruktur sowie auf Schiffe in der Straße von Hormuz – einer der wichtigsten Energierouten der Welt. Etwa ein Fünftel des global gehandelten Öls passiert diese Meerenge, weshalb jede Störung dort unmittelbare Auswirkungen auf die Energiepreise und damit auf die Weltwirtschaft hat. 

Die Situation führte dazu, dass Tankerbewegungen zeitweise drastisch zurückgingen und mehrere Länder der Region ihre Produktion oder Exporte einschränkten. Einige Energieunternehmen erklärten sogar „force majeure“ auf Lieferungen, da Transporte durch den Persischen Golf kaum noch möglich waren. Gleichzeitig kam es zu Angriffen auf Öl- und Gasinfrastruktur in mehreren Staaten der Region.

Vor diesem Hintergrund fanden am Donnerstag Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran statt. Ein konkreter Durchbruch wurde zwar nicht erzielt, doch allein die Aufnahme diplomatischer Kontakte wurde von vielen Beobachtern als Versuch gewertet, eine weitere Eskalation zu verhindern. Für die Märkte blieb die Lage dennoch angespannt, weil unklar ist, ob die militärische Abschreckung und die diplomatischen Bemühungen tatsächlich zu einer nachhaltigen Entspannung führen können.

Ölpreise über 100 Dollar – Inflationsrisiken kehren zurück

Die unmittelbare Folge der militärischen Spannungen war ein dramatischer Anstieg der Energiepreise. Brent-Öl kletterte zeitweise deutlich über 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen die Sorge vor einem längerfristigen Lieferausfall verstärkten. 

In einigen Handelssitzungen wurden sogar Preise von über 119 Dollar pro Barrel erreicht – der höchste Stand seit mehreren Jahren. 

Für die Weltwirtschaft ist diese Entwicklung besonders heikel. Energiepreise wirken direkt auf Transport-, Produktions- und Konsumkosten. Ökonomen warnen, dass ein längerer Ölpreisanstieg über 100 Dollar die globale Inflation um etwa 0,6 bis 0,7 Prozentpunkte erhöhen könnte. 

Damit entsteht ein klassisches Stagflationsrisiko:

  • steigende Preise durch teure Energie

  • gleichzeitig schwächere Nachfrage durch höhere Kosten

Für Zentralbanken bedeutet das ein Dilemma. Einerseits könnten steigende Energiepreise neue Inflationswellen auslösen. Andererseits würde eine aggressive Zinspolitik die ohnehin fragile Konjunktur weiter belasten.

USA: Supreme-Court-Urteil und Trumps Zollstrategie

Neben der geopolitischen Lage blieb auch die amerikanische Innenpolitik ein wichtiger Faktor für die Märkte. Der Supreme Court hatte in den vergangenen Wochen entschieden, dass Präsident Donald Trump keine umfassenden Zölle auf Grundlage von Notstandsgesetzen verhängen kann, ohne dass der Kongress ausdrücklich zustimmt.

Dieses Urteil hat die handelspolitische Strategie der Regierung erheblich verändert. Beobachter berichten, dass das Weiße Haus derzeit nach alternativen rechtlichen Wegen sucht, um Teile der Zollpolitik dennoch umzusetzen – etwa über spezifische Handelsgesetze oder sektorale Maßnahmen.

Für Unternehmen und Investoren schafft diese Situation neue Unsicherheit. Handelsbarrieren können zwar kurzfristig politischen Druck erzeugen, doch sie beeinflussen auch globale Lieferketten, Importpreise und Investitionsentscheidungen. Die Märkte beobachten daher genau, ob die Regierung versucht, ihre handelspolitischen Ziele auf anderen Wegen wieder durchzusetzen.

Wirtschaftsdaten aus den USA

Abseits der geopolitischen Schlagzeilen lieferte die US-Wirtschaft in dieser Woche gemischte Signale.

Der Arbeitsmarkt neigt seit Monaten zur Schwäche, und die Gründe könnten vielschichtig sein. Neben saisonalen Faktoren auch konjunkturelle, vermehrt rückt aber auch stärker die Frage in den Fokus, ob und welche Rolle der Einsatz von KI bei den zuletzt enttäuschenden Arbeitsmarktberichten gespielt hat.

Die Inflationsdaten bestätigen zwar einen moderaten Rückgang des Preisdrucks gegenüber den Höchstständen der letzten Jahre, doch der starke Anstieg der Energiepreise könnte diesen Trend wieder umkehren. Deshalb beobachten Analysten derzeit besonders aufmerksam, ob die jüngste Ölpreisdynamik dauerhaft in den Verbraucherpreisen sichtbar wird.

Steigende Energiepreise in Verbindung mit einem schwächelnden Arbeitsmarkt könnten jederzeit durch Konsumverzicht eine Abwärtsspirale in Bewegung setzen, die in diesem fragilen Umfeld schwer zu durchbrechen ist.

Europa: Wachstum schwach, Energieabhängigkeit bleibt Risiko

Europa steht weiterhin vor strukturellen Herausforderungen. Die wirtschaftliche Dynamik bleibt schwach, während die Energieabhängigkeit der Region sie besonders empfindlich gegenüber den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten macht.

Ein längerer Ölpreisschock würde die europäische Wirtschaft deutlich stärker treffen als die amerikanische. Höhere Energiepreise wirken unmittelbar auf Industrieproduktion, Transportkosten und Haushaltsbudgets. Gleichzeitig ist die geldpolitische Flexibilität begrenzt, da die Europäische Zentralbank weiterhin bemüht ist, die Inflation nachhaltig in Richtung ihres Zielwerts zu bringen.

Asien: Wirtschaft stabil, aber stark von Energieimporten abhängig

In Asien blieb die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt stabil, doch die Region ist ebenfalls stark von Energieimporten abhängig. Besonders große Volkswirtschaften wie China, Japan und Südkorea verfolgen die Situation im Persischen Golf sehr aufmerksam.

Ein längerfristiger Ausfall von Öltransporten durch die Straße von Hormuz könnte die Energiepreise in Asien besonders stark beeinflussen. Gleichzeitig könnten steigende Transportkosten und geopolitische Risiken den globalen Handel belasten.

Fazit

Die Woche zeigt, wie eng geopolitische Ereignisse, Energiepreise und makroökonomische Erwartungen miteinander verknüpft sind. Der Konflikt im Nahen Osten hat nicht nur militärische, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen. Ölpreise über 100 Dollar erhöhen das Risiko neuer Inflationsschübe und stellen Zentralbanken vor schwierige Entscheidungen.

Gleichzeitig sorgt das Supreme-Court-Urteil zur Zollpolitik für zusätzliche politische Unsicherheit in den USA. Zusammen mit der fragilen Lage im Nahen Osten ergibt sich ein Umfeld, in dem politische Entwicklungen kurzfristig stärkeren Einfluss auf die Märkte haben als klassische Konjunkturdaten.

Welche Projekte und Nachrichten stehen gerade im Fokus?

Trotz der großen Marktbewegungen in den letzten Wochen und Monaten, die durch die Geopolitik als auch die Zollverhandlungen ausgelöst wurden, gibt es in jeder Woche zusehends mehr Nachrichten mit großer Tragweite für den Kryptomarkt. Die Adaption der Technologie schreitet weiter voran, regulatorisch mehr und mehr unterstützt, da das Potential auch politisch weiter in den Fokus rückt. „Krypto ist gekommen, um zu bleiben“, und wird Tag für Tag sichtbarer in unserer Welt.

Regulierung, Infrastruktur und institutionelle Integration prägen die Woche

Die vergangene Woche brachte eine bemerkenswerte Mischung aus regulatorischen Fortschritten, strategischen Initiativen großer Finanzinfrastruktur-Anbieter und wichtigen Protokoll-Updates innerhalb der Kryptobranche. Während sich die Kursbewegungen vieler Kryptowährungen überwiegend in einer Konsolidierungsphase bewegten, wurden im Hintergrund mehrere Entwicklungen sichtbar, die weit über kurzfristige Marktbewegungen hinausgehen.

Insbesondere drei Trends stechen hervor: Erstens intensivieren Regulierungsbehörden ihre Zusammenarbeit, um den Kryptomarkt besser zu strukturieren. Zweitens bauen globale Zahlungsnetzwerke konkrete Brücken zwischen Blockchain-Infrastruktur und traditionellen Finanzsystemen. Drittens treiben einzelne Protokolle ihre ökonomischen Modelle weiter in Richtung langfristiger Stabilität.

SEC und CFTC koordinieren ihre Aufsicht über digitale Vermögenswerte

Ein wichtiger Schritt für die regulatorische Architektur der Vereinigten Staaten erfolgte am 11. März, als die beiden zentralen Finanzaufsichtsbehörden – die Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) – ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichneten. Dieses Abkommen soll die Zusammenarbeit beider Behörden deutlich intensivieren und vor allem die bisher häufig kritisierten Kompetenzüberschneidungen im Kryptobereich reduzieren. 

In der Vergangenheit waren viele Marktteilnehmer mit widersprüchlichen regulatorischen Anforderungen konfrontiert, weil die SEC einen Teil der digitalen Assets als Wertpapiere betrachtete, während die CFTC andere Token eher als Rohstoffe einordnete. Diese regulatorische Unklarheit führte teilweise zu parallelen Ermittlungen, doppelten Registrierungspflichten und einem hohen Maß an Unsicherheit für Unternehmen und Investoren.

Das neue Abkommen sieht vor, dass beide Behörden künftig enger bei der Klassifizierung digitaler Vermögenswerte, der Marktüberwachung sowie bei Durchsetzungsmaßnahmen zusammenarbeiten. Außerdem wurde eine gemeinsame Harmonisierungseinheit eingerichtet, die künftig an einheitlichen Interpretationen und neuen Regeln für digitale Finanzprodukte arbeiten soll. 

Für den Kryptomarkt könnte diese Kooperation langfristig eine der wichtigsten strukturellen Veränderungen darstellen. Eine klarere Aufgabenteilung zwischen den beiden Behörden würde die regulatorische Planungssicherheit erhöhen und könnte insbesondere institutionellen Investoren den Einstieg erleichtern.

Die neue Cyber-Strategie des Weißen Hauses stellt Blockchain in den Mittelpunkt

Parallel zu dieser regulatorischen Initiative veröffentlichte die US-Regierung eine neue nationale Cyber-Strategie, in der Blockchain-Technologie und digitale Vermögenswerte erstmals ausdrücklich als strategisch relevante Technologien genannt werden.

Der Plan verfolgt zwei Ziele: Einerseits soll die Widerstandsfähigkeit kritischer Finanzinfrastruktur gegenüber Cyberangriffen gestärkt werden. Andererseits soll die technologische Führungsrolle der USA im Bereich digitaler Finanzsysteme gesichert werden. In diesem Zusammenhang wird Blockchain nicht nur als Basis für Kryptowährungen betrachtet, sondern als infrastrukturelle Technologie für sichere Datenverarbeitung, digitale Identitäten und neue Formen des Zahlungsverkehrs.

Bemerkenswert ist, dass die Strategie ausdrücklich vorsieht, regulatorische Hindernisse zu reduzieren, sofern sie Innovation behindern. Gleichzeitig soll der Staat stärker in die Entwicklung von Analysewerkzeugen investieren, um illegale Aktivitäten auf Blockchain-Netzwerken besser verfolgen zu können. Damit signalisiert Washington eine Balance zwischen Förderung und Kontrolle – ein Ansatz, der die zukünftige Kryptopolitik der USA maßgeblich prägen dürfte.

Polkadot reformiert seine Tokenökonomie

Auch auf Protokollebene gab es in dieser Woche eine wichtige Entwicklung. Das Polkadot-Netzwerk hat ein umfassendes wirtschaftliches Upgrade gestartet, das mehrere fundamentale Parameter des DOT-Tokens verändert.

Im Zentrum steht die Einführung einer langfristigen Angebotsobergrenze von 2,1 Milliarden DOT, wodurch das bisher relativ offene Emissionsmodell durch eine klarere Angebotsstruktur ersetzt wird. Gleichzeitig wird die jährliche Emissionsrate deutlich reduziert – um mehr als fünfzig Prozent – was langfristig zu einer niedrigeren Inflation des Netzwerks führen soll.

Zusätzlich wird die Staking-Mechanik angepasst. Während Validatoren bisher eine Unbonding-Periode von 28 Tagen einhalten mussten, soll diese künftig deutlich verkürzt werden. Damit wird Kapital flexibler einsetzbar, was die Attraktivität des Netzwerks für Staker und institutionelle Teilnehmer erhöhen könnte.

Diese Reform zeigt, dass sich viele Blockchain-Projekte inzwischen stärker auf langfristige ökonomische Stabilität konzentrieren. Nach Jahren schnellen Wachstums und aggressiver Token-Emission rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie nachhaltige Netzwerke mit stabilen Anreizsystemen aufgebaut werden können.

Mastercard startet globales Crypto Partner Program

Eine der wichtigsten Nachrichten der Woche kam aus dem traditionellen Finanzsektor. Mastercard hat ein neues Crypto Partner Program gestartet, das mehr als 85 Unternehmen aus der Krypto- und Finanzindustrie zusammenbringt, um gemeinsam an der Integration digitaler Assets in globale Zahlungsstrukturen zu arbeiten. Weitere Details zu der Meldung finden Sie hier.

Zu den beteiligten Partnern gehören einige der größten Akteure der Branche, darunter Binance, Ripple, Circle, PayPal, Gemini und Paxos. Auch Infrastruktur- und Custody-Anbieter sowie Blockchain-Netzwerke sind vertreten. Ziel der Initiative ist es, Blockchain-basierte Zahlungssysteme mit den bestehenden globalen Zahlungsnetzwerken zu verbinden und so neue Anwendungen für digitale Assets zu entwickeln. 

Die Partnerschaften konzentrieren sich insbesondere auf praktische Anwendungsfälle wie grenzüberschreitende Überweisungen, B2B-Zahlungen, Auszahlungen und Settlement-Prozesse. Damit adressiert Mastercard genau jene Bereiche, in denen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie langfristig reale Effizienzgewinne versprechen.

Bemerkenswert ist auch die Breite des Ökosystems. Neben Börsen und Stablecoin-Anbietern sind auch Compliance-Unternehmen, Zahlungsdienstleister und Banken beteiligt. Diese Kombination zeigt, dass Mastercard nicht nur einzelne Produkte testen möchte, sondern versucht, ein vollständiges Infrastruktur-Netzwerk für digitale Assets aufzubauen.

Für viele der beteiligten Projekte könnte die Integration in das Mastercard-Ökosystem erhebliche Reichweite bedeuten. Das Zahlungsnetzwerk des Unternehmens umfasst mehr als 200 Länder und Territorien sowie Millionen von Händlern weltweit. Wenn Blockchain-basierte Zahlungssysteme tatsächlich in diese Infrastruktur integriert werden, könnte dies einen entscheidenden Schritt in Richtung breiter Alltagstauglichkeit digitaler Vermögenswerte darstellen.

Fazit: Infrastruktur statt Spekulation

Die Woche hat erneut gezeigt, dass sich der Kryptomarkt zunehmend von einer rein spekulativen Phase entfernt und sich stärker in Richtung institutioneller Infrastruktur entwickelt.

Die engere Zusammenarbeit zwischen SEC und CFTC, die strategische Einordnung von Blockchain in der US-Cyberpolitik, die wirtschaftlichen Reformen im Polkadot-Netzwerk sowie die Initiative von Mastercard zeigen, dass sich die Branche gleichzeitig auf mehreren Ebenen weiterentwickelt. Regulierung, Technologie und Finanzinfrastruktur greifen zunehmend ineinander.

Für Investoren bedeutet dies, dass der langfristige Wert vieler Projekte immer stärker von ihrer Fähigkeit abhängen wird, sich in diese entstehende Infrastruktur einzubetten – sei es durch regulatorische Klarheit, technologische Integration oder Kooperation mit etablierten Finanznetzwerken.

 

Podcast mit der „WirtschaftsWoche“

Wir folgten einer Einladung, und in der neuen Folge des WirtschaftsWoche Podcasts „Bitcoin & Beyond“ spricht Host Philipp Frohn mit Markus van de Weyer, Gründer und Geschäftsführer von alpha beta asset management, über die Frage, ob Bitcoin nun „geshortet“ werden sollte.

Im Fokus der Folge:

      • wie lukrativ ein Bitcoin-Short in den vergangenen Monaten gewesen wäre,
      • warum solche Wetten grundsätzlich mit erheblichen Risiken verbunden sind,
      • und wieso neue Short-Positionen ausgerechnet jetzt gefährlich sein können.

Den aktuellen Podcast finden Sie hier.

Schönen Gruß aus Frankfurt – und ein entspanntes Wochenende! ☀️

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Markus van de Weyer, Gründer und Geschäftsführer alpha beta asset management gmbh

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